Rund 10 Liter Wasser pro Tag in Form von Wasserdampf fallen in einem 4-Personen-Haushalt an, und dies nur durch Kochen, Gießen, Waschen und beim Schlafen.
Gut gelüftete Räume haben einen großen Anteil an unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit. Unangenehme Gerüche, zu hohe Luftfeuchtigkeit und die Bildung von Schimmelpilzen sind die häufigsten Folgen schlecht gelüfteter Räume und können auch zu Allergien und anderen gesundheitlichen Schädigungen führen. Außerdem können durch unzureichendes Lüften Schäden an der Bausubstanz entstehen.
Wo man früher noch
der sogenannten Zwangslüftung durch
einfach verglaste Fenster und undichte
Fugen ausgesetzt war, merkt man heute bei Neubauten kaum noch einen Luftzug bei
geschlossenen Fenstern. Auch die Luftfeuchtigkeit
und Schadstoffbelastung in der Luft im Raum steigt, beispielsweise durch
Aquarien, häufigeres Duschen und Waschen, Kunststoffbeschichtungen auf Möbeln
und Tapeten. Somit wird eine Veränderung
des Lüftungsverhaltens aufgrund der stärker gedämmten Häuser und
veränderter Gewohnheiten dringend notwendig.
Intensiveres Lüften und der richtige Zeitpunkt sind entscheiden. Wir zeigen Ihnen wie und warum.
Verschiedene Lüftungsarten
mit unterschiedlicher Wirkung
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Stoßlüftung ist am efffektivsten |
Die Selbstlüftung, auch Zwangslüftung genannt, ist bei Neubauten fast nicht mehr
möglich. Bei älteren Gebäuden kam ein konstanter Luftstrom durch Ritzen, Fugen
und alte Fenster, bei Neubauten ist jeglicher Luftzug dieser Art unmöglich. Da
diese Art der Lüftung aber nicht unbedingt für sauberere Luft und einen
effektiven Luftwechsel sorgt, sollte man sich auch in älteren Gebäuden nicht
darauf verlassen. Außerdem kann die Gebäudesubstanz durch Tauwasser auch
erheblich geschädigt und Schimmelbildung begünstigt werden. Unkontrollierte
Lüftungen dieser Art sind laut Energiesparverordnung nicht mehr vertretbar.
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Spaltlüftung kühlt die Wände auf Dauer aus |
Es gibt also keinen Weg um die Stoßlüftung herum, denn dies ist die einzig effektive Lüftungsart, die das Wohnklima merklich verbessert.
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Winter
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4-6 Minuten |
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Frühling & Herbst |
8-20 Minuten |
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Sommer
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25-30 Minuten |
Velux rät zu nach Jahreszeiten gerichteten Raumlüftungszeiten (siehe Kasten), nach der Faustregel: Je kälter es draußen ist, desto kürzer sollte die Lüftungszeit sein. Die vorgeschlagenen Zeiten sollten ca. 3 oder 4 Mal am Tag mit Stoßlüftung durchgeführt werden.
Tipps zum erfolgreichen Lüften
Die Stoßlüftung ist ein guter Anfang, dennoch gibt es für das richtige Lüften noch weitere Tipps, die Ihr Wohlbefinden zu Hause deutlich verbessern können:
Die richtige Raumtemperatur
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Küche & Wohnbereich |
20°C |
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Badezimmer |
21°C |
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Schlafräume tagsüber |
18°C |
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Schlafräume nachts |
16-18°C |
Um zu erkennen, ob Sie genügend gelüftet haben bzw. ob es wieder Zeit für eine Stoßlüftung ist, sollten Sie in Ihrer Wohnung die Raumtemperatur im Auge behalten. Rechts finden Sie Idealwerte, die allgemein als angenehm empfunden werden.
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Wenn die Scheiben innen beschlagen und sich Tauwasser bildet, dann ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch |
Um Ihr Raumklima zusätzlich zu verbessern können Sie auch auf Be- und Entlüftungsanlagen sowie Klimaanlagen zurückgreifen, welche die Luft zusätzlich kühlen und befeuchten können. Dies ist insbesondere im Sommer eine gute Anschaffung um in der Wohnung angenehme Temperaturen halten zu können, auch wenn es draußen viel wärmer ist. Aber auch witterungsunabhängig garantieren solche raumlufttechnischen Anlagen einen Mindestluftaustausch und verbessern so die Luftqualität.