
Wer einen Überblick hat und sich beraten lässt kann sich sowohl Stress als auch Ärger ersparen. Denn schließlich soll das Eigenheim nicht nur einen Traum verwirklichen sondern in den meisten Fällen auch der Altersvorsorge dienen und somit lange Freude bereiten. Aber denken Sie daran: Das Hausbauen ist eine Vertrauenssache, so Architekt Mohtachem von der Firma AMO Plan aus Berlin. Erkundigen Sie sich daher über gewählte Handwerker und evtl. den Architekten bei vorherigen Bauherren oder lassen Sie sich eine Referenzliste geben. „Jeder seriöse Architekt würde Ihnen eine Liste seiner Projekte zur Verfügung stellen.“, so Mohtachem.
Bauarten
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Gängigste Bauarten |
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Massivhaus |
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Fertighaus |
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Holzhaus |
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Bausatzhaus |
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Energiesparhaus |
Das Massivhaus ist die ursprüngliche Bauform bei der das klassische Haus Stein auf Stein oder mit Betonfertigteilen gebaut wird. Nachteilig ist hier jedoch die erhöhte Dauer der benötigten Bauzeit von mehreren Monaten. Der Zeitplan sollte auch genügend Zeit für die Trocknung enthalten um Schimmelbildungen zu vermeiden. Der Massivbau ist außerdem deutlich teurer als der Fertigbau. Vorteilig dagegen sind die massiven Mauern.
Beim Fertighaus werden alle Bauteile aus Holz vorgefertigt, es kommen jedoch auch vermehrt Massivbauelemente dazu. Im Vergleich hat das Fertighaus seine Vorteile ganz klar im Preis und der Bauzeit. Die einzelnen Bauteile werden hierfür in der Fabrik nach individuellen Wünschen vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengefügt.
Das Holzhaus ist sehr umweltfreundlich – für seine Herstellung wird keine Energie benötigt, es besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff und es sorgt für saubere Luft und angenehmes Wohnklima. Aussehen und Bauweise des Holzhauses können sehr unterschiedlich sein, jedoch eignen sich nicht alle Holzarten für den Hausbau.

Das Bausatzhaus ist geeignet wenn man sein Traumhaus selber bauen möchte. Hierfür sollte man aber über handwerkliches Geschick, Erfahrungen und viel Zeit verfügen. Baustoffe und Zubehör werden geliefert und ein fachkundiger Baubetreuer überwacht die Arbeiten. Durch den hohen Anteil an Eigenleistung spart man so eine Menge Geld.
Unter Energiesparhaus versteht man im Allgemeinen Häuser mit geringem Energieverbrauch. Das Niedrigenergiehaus entspricht seit 2002 dem Standard, alle seit dem gebauten Häuser sind also Energiesparhäuser laut der EnEV (Energiesparverordnung). Als KfW-Effizienzhaus werden Häuser bezeichnet, die nur 85, 70 oder 55 % des in der EnEV 2009 vorgeschriebenen Jahres-Primärenergiebedarfes benötigen. Eine weitere Bauart der Energiesparhäuser ist das Passivhaus, das über eine so gute Wärmedämmung verfügt, dass keine herkömmliche Heizung benötigt wird. Wärme wird aus der Abwärme von Geräten und Personen und der Sonneneinstrahlung gewonnen. Außerdem wird kontrolliert gelüftet und erneuerbare Energien werden verwendet. Der Jahres-Primärenergiebedarf darf hierbei 40 kWh pro m2 nicht überschreiten. Um dies zu erreichen sind sorgfältige Planung, Berechnung, Abdichtung und Arbeit nötig. Andreas Aksif vom Hamburger Planungsbüro CO2-Sparhaus rät aber dazu, „es nicht zu übertreiben“, denn 4-5 Liter Häuser sind auch sehr energiesparend und erfüllen die vorgegebenen Normen.
Weitere, weniger gängige Hausbauarten sind das Architektenhaus, Schwedenhaus, Öko-Haus, Ausbauhaus sowie das Fachwerkhaus.
Zusätzliche Anbauten wie Carports, Garagen und Wintergärten sollten in den Hausbau integriert werden, auch wenn sie nicht unbedingt zur Bauart des Hauses dazugehören. Denn nachträgliche Bauarbeiten erhöhen die Kosten und Unannehmlichkeiten erheblich.
Hausbautypen
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Gängigste Hausbautypen |
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Einfamilienhaus |
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Mehrfamilienhaus |
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Villa/ Stadthaus |
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Bungalow |
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Landhaus |
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Doppelhaus |
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Reihenhaus |
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Blockhaus |
Die verschiedenen Bauarten können außerdem in verschiedene Hausbautypen unterteilt werden, je nach Anspruch, Budget, Personenanzahl und Platzbedarf.
Die Bautypen unterscheiden sich hauptsächlich in Baukörper, Dachform, Hauseingangsbereich, Stabilität, Kosten, Anzahl der Geschosse und Wohneinheiten. Diese Eigenschaften machen die Charakteristik des Hauses aus und können individuellen Wünschen entsprechen. Ein Architekt kann Ihnen bei der Auswahl behilflich sein, denn „er kennt das Baurecht, weiß über Baukunst und Regeln des Bauens Bescheid und muss auch die jeweiligen DIN Normen kennen.“, so Architekt Mohtachtem.
Jedoch ist zu beachten, das kompaktere Häuser auch günstiger in Herstellung und Energieeffizienz sind, wie zum Beispiel Reihen- und Doppelhäuser. Hierfür eignen sich auch kleinere Grundstücke. Dagegen hat man mit dem Einfamilienhaus mehr Abstand zu den Nachbarn. Laut Architekt Dörschner von Dörschner Architekten Berlin wünschen sich die meisten Bauherren auch heute noch „ein freistehendes, bezahlbares Einfamilienhaus in Massivbauweise, ökologisch orientiert“.

Förderungen gibt es jeweils vom Bund und vom Land. Eine wichtige, übergreifende Institution hierfür ist die KfW-Bank, so Architekt Dörschner. Gebäude die energieeffizient gebaut oder energieeffizient saniert werden sollen, können vom Staat zinsgünstige Kredite in Anspruch nehmen. Für ökologisches Bauen, also die Nutzung ökologischer Ressourcen und erneuerbarer Energien, stehen außerdem weitere Fördermittel von Banken und Staat zur Verfügung.
Gesetzgebungen
Beim Hausbau gilt es Gesetze zu beachten, die womöglich schon in der Planungs- und Kaufphase eine Rolle spielen können. Hierzu zählen Bundesgesetze, die unter anderem Regelungen zur baulichen Nutzung von Grundstücken, Nachbarschaftsrechten, zum Bodenschutz, zur Sicherung und Überwachung des Bauvorhabens, zur Energieeinsparung, zur Ermittlung des Verkehrswertes und vieles mehr enthalten. Außerdem kommen dazu noch Landesgesetze, die die Regelungen jedes einzelnen Bundeslandes beinhalten. Auch die Energiesparverordnung (EnEV 2009) muss beachtet werden, denn hierin sind die technischen Anforderungen an die Bauteile geregelt, so Sanierungs-Experte Andreas Aksif. Auch Baugesetzbuch, Baunutzungsverordnung, Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) sowie die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF), aber auch Normen wie die DIN-Vorschriften für Schallschutz, Wärmeschutz, Materialien und deren Einsätze müssen beim Bau beachtet werden, so Architekt Dörschner.
Am besten kontaktiert man einen Rechtsanwalt, der Ihnen mit aktuellen Informationen beratend zur Seite stehen kann.
Kosten
Möchte man ein Haus bauen, dann muss als erstes die Baufinanzierung geplant werden. Jeder Bauabschnitt besteht hierbei aus verschiedenen Kosten, die je nach individuellem Vorhaben und der Ausgangslage unterschiedlich großen Einfluss auf die Kosten haben können. Im folgenden werden Richtwerte für die Kosten der einzelnen Bauabschnitte gemäß den Experten von kosten-hausbau.de genannt, ausgenommen der Kosten für den Erwerb des Grundstückes und Hausbaus selbst.
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Grundstückskosten |
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Abriss bestehender Gebäude auf Grundstück |
Abriss incl. Keller oder nicht |
ca. 4.000- 12.000 € |
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Baumfällungen |
pro Baum |
ab 250 € |
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Baumfällgenehmigung |
ca. 85 € |
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Hauskosten |
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Architekt |
je nach Vertrag und Bedarf |
ca. 18.000 € |
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Fenster |
pro Fenster |
ab 400 € |
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Dachfenster |
pro Fenster |
ab 650 € |
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Entsorgung überflüssigen Bodens bei Kellerbau |
pro m² |
ab 11 € |
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Haustür Eingangspodest |
je nach Material und Höhe |
ca. 250- 750 € |
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Schornstein für Kamin |
ab ca. 1.800 € |
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Heizungsanlage |
je nach Brennstoff/ Nutzung von erneuerbaren Ressourcen |
ab ca. 10.000 € |
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Rollläden und elektrische Rollos |
pro Fenster/ Terrassentür |
ab 170 € |
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Hausanschlüsse |
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Gasanschluss |
ab ca. 1.200 € |
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Trinwasseranschluss |
ab ca. 1.400 € |
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Abwasseranschluss, Kanalisation |
ab ca. 4.500 € |
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Stromanschluss |
ab ca. 1.000 € |
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Telefonanschluss |
ca. 150 € |
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Kabelanschluss |
ab ca. 150 € |
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Außenanlagen |
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Zaun |
pro laufender Meter |
Maschendraht ab 27 €, Holzzaun ab 36 €, Metallzaun ab 180 €, Kunststoffzaun ab 110 € |
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Pflasterarbeiten Terrasse und Wege |
z.B. pro m² für Betonpflaster |
ab 27 € |
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Hecken, Sträucher, Bäume |
Lebensbaum ab 4€ 100 cm, Kirschloorbeer ab 7 € 70 cm, Rhododendron ab 13 € 25 cm |
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Insgesamt könne diese „Nebenkosten“ neben dem eigentlichen Erwerb vom Grundstück und dem Hausbau an sich auch noch rund 100.000 € verschlingen. Daher sollte man sie unbedingt in die Hausplanung einbeziehen. Weitere Kosten können außerdem für Baunebenkosten entstehen, wie zum Beispiel:
Je nach Hausbau-Vertrag, Eigenanteil, Geschmack und Lage des Grundstücks können jedoch alle Kosten variieren. Daher sind diese Angaben ohne Gewähr und lediglich als Richtlinien zu sehen.
Für individuelle Beratungen und Hilfe beim Hausbau sollten Sie sich von bis zu 5 Hausbau-Spezialisten in Ihrer Nähe Angebote einholen und diese vergleichen.