
Zwar brauchen gut isolierte moderne Häuser, wie zum Beispiel Niedrigenergiehäuser, heutzutage eigentlich keine Klimaanlagen mehr wenn sie über eine gute Belüftungsfunktion verfügen, jedoch trifft dies nicht auf die breite Masse von Gebäuden in Deutschland zu. Laut Klimafachmann Herr Marticke von der Firma SMM GmbH Berlin zeigt sich ein Trend in Richtung Klimaanlagen für den häuslichen Gebrauch: „Klimaanlagen sind Luxusgeräte und dieser Luxus setzt sich langsam durch. Genau wie bei Klimaanlagen in Autos möchten Leute nun vermehrt auch eine Kühlung ihres Wohnraumes haben.“ Schließlich sinken Leistung und Wohlbefinden bei über 29°C um ca. 50%.
Obwohl Klimageräte laut ihrerer eigentlichen Definition sowohl wärmen, kühlen als auch die Luftfeuchtigkeit regulieren können gibt es auch hier einfachere und komplexere Anlagen je nach Bedarf, Anzahl der zu kühlenden Räume und finanziellen Möglichkeiten, sowohle für die häusliche als auch die gewerbliche Nutzung. Egal welche Klimaanlage Sie wählen, Firma KKT Kraus aus Berlin rät in jedem Fall dazu 45% Luftfeuchtigkeit und 22°C als optimale Werte einzustellen.
Monoblockgeräte haben einen ca. 10 cm dicken Abluft-Schlauch, der aus dem Fenster oder der Tür gehangen werden sollte, um warme Luft und Feuchtigkeit aus dem Raum heraus zu befördern. Modernere Monoblockgeräte haben Auffangbehälter in denen die der Luft entzogenen Feuchtigkeit gesammelt wird. Jedoch lassen die offene Tür bzw. das offene Fenster neue Wärme in den Raum und dies führt laut Stiftung Warentest zu einem Leistungverlust von 25% und demzufolge zu einem erhöhten Stromverbrauch von bis zu 5€ am Tag bei Dauerbetrieb (für nur einen Raum). Oft ist zufriedenstellende Kühlung daher nicht möglich ist. Außerdem ist der Lärmpegel dieser Geräte recht hoch. Dennoch kann die Installation hier oft vom nicht-Fachmann durchgeführt werden, das Gerät kann mobil eingesetzt werden und auch die Anschaffungskosten ab ca. 300€ halten sich in Grenzen.
Split-Klimageräte dagegen verfügen über zwei Schläuche für Ab- und Zuluft, die besser isoliert und geringer im Umfang sind – somit erfolgt die Kühlung wesentlich effizienter. Auch das Gerät besteht aus zwei Teilen, eins davon wird in den gewünschten Raum gestellt und der Kompressor wird nach draußen gestellt was die Lärmbelästigung innerhalb des Raumes deutlich senkt jedoch zu Lärmbelästigung der Nachbarn führen kann. Die Schläuche die Außengerät und Innengerät verbinden sollten durch ein Loch in der Wand gehen um erhöhtem Stromverbrauch und verminderter Leistung vorzubeugen. Splitgeräte können zwar oft selbst aufgebaut werden benötigen aber meist noch vor Inbetriebnahme fachmännische Hilfe. Auch für den Wanddurchbruch benötigt man in seltenen Fällen einen Statiker und bei Mietwohnungen die Zustimmung des Vermieters.
Inverter-Klimageräte sind im Gegensatz moderner und betriebskostenärmer, haben eine Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren, geringere Energiekosten (bis zu 30% weniger als nicht-Inverter) und eine kostante Temperaturregelung für Wärmen und Kühlen, so Firma SMM GmbH Berlin. Außerdem arbeiten Inverter mit geringerem Geräuschpegel im sogenannten Flüsterbetrieb, können also auch während der Nacht im Schlafzimmer laufen. Nachteil hier ist allerdings, dass die Inverter höhere Anschaffungskosten (ab 3.000 €) und Installationskosten mit sich bringen.
Klimaanlagen mit Wärmerückgewinnung nutzen die warme Abluft die durch die Kühlung entstanden ist und für die Erwärmung von z.B Brauchwasser. Sie tragen zu geringerem Energieverbrauch und verbesserter Qualität der Raumluft durch Frischluftzufuhr bei und sind umweltfreundlich da sie den CO2-Gehalt der Luft reduzieren. Diese Anlagen sind zwar kostenintensiv (ab 8.000 €) und erfordern fachmännische Installation, sparen aber Energiekosten und armortisieren sich daher schneller.
Klimaanlagen mit integrierter Wärmepumpe oder in Kombination mit der Heizungsanlage können das ganze Haus oder große Gewerbeflächen heizen oder kühlen. Sie werden über Temperatur- und Feuchte-Fühler gesteuert, die versuchen die optimale Raumtemperatur- und Luftfeuchtigkeit herzustellen und zu heizen. Regelungstechnik-Spezialist Steffen Tochtenhagen von der Firma Riedel in Berlin sagt, dass diese Systeme umweltfreundlicher und im Verbrauch kostengünstiger sind als einfache Klima- und Heizanlagen, dennoch haben aber einen entsprechend hohen Anschaffungs- und Installationsaufwand. Sie sollten nur von speziell ausgebildeten Fachkräften installiert werden und vor der Anschaffung sollte eine Beratung erfolgen.
Beide letzgenannten komplexere Klimasysteme haben hohe Anschaffungskosten für Privathaushalten von ca. 10.000 € oder mehr.
Sie sollten in jedem Fall vor der Kaufentscheidung einen Klimaanlagen-Fachmann kontaktieren.