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Sanitärbereich – Die häufigsten Probleme im Überblick

Oft werden nicht viel Gedanken an Rohe und Leitungen verschwendet, bis diese Probleme bereiten. Rohrbrüche, kaltes oder unsauberes Wasser können die Folge sein. Um dies zu vermeiden haben wir die häufigsten Probleme zusammengestellt.

Sanitärbereich
Das Wohlfühlbad sollte halten
was es verspricht

© ServiceMagic

Qualität der Geräte

Egal ob Supermarkt, 1-Euro-Shop oder Baumarkt, überall kann man Badezimmergeräte wie Armaturen oder Duschbrausen billig kaufen. Zwar muss Qualität nicht immer teuer sein, aber günstige Geräte halten oft nicht was sie versprechen oder gehen schnell kaputt. Gernot Grohnert von Grohnert Haustechnik in Hamburg kennt die mit Baumarktarmaturen verbundenen Probleme, denn oft gibt es bereits nach kurzer Zeit keine Ersatzteile für Reparaturen mehr.

Auch die geringe Materialstärke von No-Name-Geräten sieht Grohnert als Problem, denn sie führt zu erhöhtem Verschleiß. „Häufig fehlt auch die teilweise notwendig Fachberatung und außerdem gibt es einen Unterschied bei der Gewährleistung“, so Grohnert. Dies kann man vermeiden indem man sich fachmännisch beraten lässt, auf Prüfzeichen achtet und eventuell etwas mehr investiert.

Denn qualitativ hochwertige Armaturen müssen widerstandsfähig gegen Korrosion, langlebig, wartungsfrei sowie leicht zu reparieren sein und dürfen keine Strömungsgeräusche erzeugen. Auch der Versicherungsschutz bei einem Wasserschaden ist bei fachmännischem Einbau der Geräte eher gewährleistet. Die Anschaffung wird sich also auf Dauer auszahlen.

Wasserdruck

Wenn der Wasserdruck in den Leitungen schwankt kann es beim Duschen nicht nur unangenehme kalte sondern auch gefährliche heiße Schauer geben. Hat man aber eine Thermostat Armatur wird die Wassertemperatur konstant gehalten indem die unterschiedlichen Druckverhältnisse der warmen und kalten Leitungen, die zusammenfließen, ausgeglichen werden.

Ist der Wasserdruck sehr niedrig, so kann der Perlator, das kleine Sieb am Wasserhahn, oder der Filter hinterm Wasserzähler verschmutzt sein oder muss vom Fachmann ausgetauscht werden.

Leckagen an Armaturen

Sanitärbereich
Ein verkalkter Perlator kann
zu Problemen führen

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Dass der Wasserhahn tropft kann in jedem Haushalt vorkommen. Doch spätestens, wenn das Zudrehen des Hahns zum Kraftakt wird, sollte man eine Reparatur oder den Austausch in Betracht ziehen. Durch das Tropfen wird Wasser unnötig verschwendet und das Tropfgeräusch nervt auf Dauer auch. Handelt es sich nur um eine marode Dichtung kann man diese eventuell noch selbst austauschen. Wird es davon aber nicht besser, dann ist das Problem wohl tiefgreifender und als Laie kaum einschätzbar. Hier sollte ein Sanitärinstallateur gerufen werden um unfreiwillige Überschwemmungen zu vermeiden – und um Installationsfehler zu vermeiden, so Grohnert.

Bakterien

Bakterien, besonders Legionellen, sind natürlicher Bestandteil von Süßwasser. Besonders in sehr großen Warmwasser-Anlagen können sie zum Problem werden, wenn nicht die nötigen technischen und thermischen Maßnahmen durchgeführt werden, so Sanitär-Fachmann Gernot Grohnert von Grohnert Haustechnik aus Hamburg. Denn ist ihre Konzentration stark erhöht, können sie zur (lebens-) gefährlichen Legionärskrankheit und auch zum Tod führen. Kleinere Anlagen wie in Einfamilienhäusern oder Etagen-Warmwasser-Anlagen sind jedoch von diesem Problem nicht betroffen, da es hier kein oder kaum stagnierendes Wasser gibt, so Grohnert.

Sanitärinstallateure raten aber dennoch zur Prävention vor der Bakterienvermehrung dazu, den Wasserspeicher stets bei über 60 Grad zu halten, da Legionellen sich bei Temperaturen unter 50 Grad stark vermehren. Bei sachgemäßer Einstellung des Speichers oder der Heizungsanlage gibt es also kein Risiko. Wer sich dennoch unsicher ist, kann von einem Fachmann einen Trinkwasser-Check durchführen lassen, bei dem auch die Wassertemperatur in den Rohrleitungen geprüft wird.

Rost - Korrosion

Wenn bräunliche Brühe anstelle von klarem Wasser aus dem Hahn kommt, dann haben Sie rostige Leitungen. Diese müssen gereinigt, repariert oder sogar ausgetauscht werden, um einen Rohrbruch zu vermeiden. Doch nicht immer wird die Korrosion der Rohre rechtzeitig bemerkt. Oft werden Metallrohre durch den ständigen Kontakt mit weichem Wasser und Sauerstoff brüchig und platzen; dies kann jedoch auch durch eine fehlerhafte Verarbeitung und Planung der Rohrverleger geschehen. Der Schaden ist dann groß. Vorbeugen können Sie dem durch die Nutzung von korrosionsfreien Kunststoffrohren und der fachgerechten Installation durch einen Sanitärinstallateur.

Verkalkte Leitungen

Zu hartes Wasser kann im Gegensatz zu weichem Wasser zu Kalkablagerungen in den Rohren bis hin zu Rohrverschluss führen. Auch hier droht im schlimmsten Fall der Rohrbruch, denn bei mehr als jedem zweiten Fall von Rohrbrüchen in Deutschland liegt die Ursache in Korrosion oder Verkalkung. Wird das harte Wasser nicht behandelt können die Rohrleitungen Schicht für Schicht enger werden und verkürzen so die Lebensdauer von Waschmaschinen, Speichern und anderen Haushaltsgeräten. Außerdem verursachen bereits 5mm dicke Kalkablagerungen einen Energieverlust von ca. 30 %. Eine Wasserbehandlung (physikalisch oder chemisch) zahlt sich also aus und schützt vor weitreichenden Schäden. Sanitär-Fachmann Grohnert rät aber dazu, diese Arbeiten nur von ausgebildeten Sanitär-Installateuren durchführen zu lassen, denn: „Arbeiten an Trinkwasseranlagen sind nur zugelassenen Fachleuten erlaubt da Trinkwasser ein Lebensmittel ist.“, so Grohnert; der Austausch von Handbrausen oder Einbauarmaturen in Küche und Bad darf aber durchaus von Laien durchgeführt werden.

So finden sie den richtigen Sanitärinstallateur

Klempner und Sanitärinstallateur werden häufig verwechselt. Jedoch umfasst der Beruf des Klempners ausschließlich Dachentwässerungen sowie die Ver- und Bearbeitung von Baumetallen. Um Arbeiten an Sanitäranlagen ausführen zu lassen muss man sich also an einen Sanitärinstallateur wenden. Holen Sie sich für Ihre auszuführenden Arbeiten von verschiedenen lokalen Sanitär-Firmen Angebote ein.